Samstag, 30. April 2011

Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

Erschreckend hoch ist die Zahl der meist weiblichen Selbstverletzer. Manche reden von ca. 800.000 Mädchen, die sich selber Schmerzen zufügen. Fachleute sagen, dass diese Leute definitiv seelisch krank sind. Tief drin in der Seele liegen meist gleich mehrere Nöte und Probleme. Erworben wurden diese emotionalen oder körperlichen Verletzungen in der Kindheit oder während der Pubertät. Es kann sich um Vernachlässigung, Trennungstraumata, körperliche Gewalt oder auch um sexuellen Missbrauch handeln. Beziehungsnöte und andere schlimme Erfahrungen können ebenfalls zu selbstverletzendem Verhalten führen.
Eine junge Frau erzählt: „Ich schnitt mir den Unterarm auf. Es tat ziemlich weh. Es blutete wie verrückt. Plötzlich – meine Seelenschmerzen waren weg! Der innere Schmerz war in den Arm gewandert. Das Blut aus meinem Arm befreite mich vom seelischen Druck. Die nach innen geweinten Tränen flossen als Blut aus meinem Arm – rote Tränen. Schneiden ist immer noch besser, als sich im Affekt umzubringen. Mit diesem Schnitt konnte ich meinen Schmerz kontrolliert nach außen leiten.“
So geht es sicherlich vielen, die sich schneiden, kratzen, zwicken, klemmen, beißen, die Haare ausreißen, verbrennen oder verbrühen, ihren Kopf an Wände oder harte Gegenstände knallen, giftige oder gefährliche Sachen schlucken und manche krassen Aktionen bringen; Arme, Beine, Bauch und Kopf – sogar das Gesicht wird nicht geschont. Manche verletzen sich auch im Brust- und Genitalbereich. In einer normalen Familie lernt man als Kind mit Wut, Enttäuschung und Zorn umzugehen. Man orientiert sich an seinen Eltern. Doch wo gibt’s denn so was noch?
Im Lauf des Lebens bekommt man dann so seine Schläge ab und wird von negativen Feelings überlastet. Schlechte Gefühle kommen hoch. Du kennst dich nicht mehr und verletzt entweder aggromäßig andere oder dich selber. Und die Depris sind irgendwie weg. Auch Schuld scheint kleiner zu werden. Sogar Selbstmordgedanken treten in den Hintergrund. Du hast dich ja irgendwie selber bestraft. Du hast dein Blut gegeben. Du hast dich bestraft. Alles scheint klar. Aber so wird es immer schlimmer. Du kommst da nicht mehr raus. Wie soll das enden?
Wenn dir von außen Hilfe angeboten wird, dann nimm nur fachliche Hilfe an. Wenn du Gott kennst, dann bekommst du von ihm die Kraft, den Menschen, die dir diese inneren Wunden zugefügt haben, zu verzeihen. Das geht oft nicht so schnell. Aber bedenke, zuerst musst du deiner Not ins Angesicht schauen, um sie deutlich im Gebet vor den allmächtigen Gott zu bringen. Er hat versprochen auf alle unsere Gebete zu hören, wenn sie ernst sind. Er hat uns auch Hilfe und Vergebung versprochen. In einer christlichen Gemeinde findest du sicherlich jemand, der dir im Gebet beisteht.
Bedenke: Jesus hat unsere Schuld auf sich genommen. Er hat die totalen Verletzungen und seelischen Qualen erlitten. Er versteht dich und ist dir darin nahe. Er hat am Kreuz seinen Peinigern vergeben. Darin hat er gesiegt. Das ist Gottes Power, die auch dir hilft, deine Nöte in seine liebenden und blutenden Hände zu legen. Weil er am Kreuz blutete kannst du frei werden von deinen Selbstverletzungswünschen und -zwängen.
Gott sagt: „[…] ich bin der HERR, der dich heilt.“
(2. Mose 15,26) Ali

Freitag, 29. April 2011

Heuchelei

Heuchelei ist ein moralisch negativ besetztes Verhalten. Sie äußert sich im Gegensatz zwischen dem von einer Person zur Schau getragenen Bild ihrer selbst und der Realität. Heuchelei dient der Manipulation anderer Menschen oder dem Aufrechterhalten eines positiven Selbstbildes bei anderen oder sich selbst.Am Besten man hinterfrägt sich hier auch stets selbst. (Lukas 6,42). Wir stehen alle mehr oder weniger in Gefahr die eigenen Fehler und Überheblichkeiten großzügig zu übersehen und nur das Negative bei anderen zu entdecken. Wir neigen alle irgendwie auch zur Eitelkeit und wollen uns positionieren. Darum ist der Bibel (Gott) auch so wichtig, daß wir die Demut achten und den Hochmut vermeiden.


Mittwoch, 27. April 2011

Ich habe keine Zeit

Dieses Satz ist so trostlos. Und doch haben wir ihn ständig auf der Zunge. Wir sprechen ihn vor, wenn unangenehme Fragen drohen. Im Moment bedauern wir es bestimmt, wenn wir keine Zeit haben. Das, was jetzt alternativ sehr viel schöner wäre, lockt natürlich. Da wir ständig etwas erleben wollen, rennen wir mit im Wettlauf des Vergnügens, der Zerstreuung und Unterhaltung, haben wir dafür eben Zeit und für viel anderes nicht. Würden wir denn mit mehr Zeit etwas anzufangen wissen? Wenn sie einfach so da wäre, ohne ein Angebot im Schlepptau, sie gleich wieder totzuschlagen? Ist sie uns dann nicht sogleich fast eine Drohung? Nicht gefüllte Zeit scheint vielen eine Art Drohung der Leere zu sein.
Wir laufen heute Gefahr, vor lauter Dringlichkeit das Wichtige aus den Augen zu verlieren, ja das Dringliche ungeprüft als das Wichtige anzusehen und uns davon bestimmen zu lassen.
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen“ (Die Bibel, Psalmen, Kapitel 90, Vers 12). Wer in Rummel, Unruhe, Arbeit und Getriebensein flieht, handelt unbedacht. Leben wir auf ein Ende zu, bei dem sowieso alles vorbei ist oder auf ein Weiterleben nach dem Tod hin? Die Antwort darauf beeinflusst sehr stark meinen Alltag und wie ich mit meiner Zeit umgehe.
In der Bibel wird eine Geschichte erzählt von einem römischen Prokurator. Der hatte den Auftrag, den gefangenen Apostel Paulus zu verhören. Das wurde ein sehr seltsames Verhör, denn der Angeklagte redete einmal von dem zukünftigen Gericht Gottes, vor dem auch der Prokurator erscheinen müsse, und dann sprach er von JESUS, dem gekreuzigten Gottes Sohn, der Sünder vom Gericht erretten kann. Als der Prokurator das hörte wurde er sehr unruhig und sagte: "Wenn ich gelegene Zeit habe, wollen wir weiterreden", und dann liess er den Paulus wieder abführen. Genauso könnte der Mensch von heute sprechen. Wie anders würde unser Leben sein, wenn wir uns morgens in der Früh Zeit nähmen, ein paar Verse ganz still in der Bibel zu lesen und unser Herz im Gebet vor Gott auszuschütten. Wie anders würden unsere Sonntage sein, wenn wir uns Zeit nähmen mit der Gemeinde Gott anzubeten, Sein Wort zu hören. Jetzt ist die angenehme Zeit. Jetzt ist der Tag des Heils. Jetzt hat Gott ungeheuer viel Zeit für uns. ER wartet auf uns. Nutzen wir doch diese Zeit.

Mittwoch, 13. April 2011

Die Haare stehen einem zu Berge

Haarsträubende Geschichten ereignen sich immer wieder. Die Zeitungen sind voll davon. Ja, manche Gazetten leben geradezu von solchen Meldungen, bei denen die Haare gar nicht aufhören, zu Berge zu stehen. Bungee-Jumping von Wolkenkratzern oder Extrem-Klettern an Fenster-Fassaden sind noch die harmloseren Vergnügungen mancher Zeitgenossen, von denen da berichtet wird. Solange man selbst nicht von solch Vorlieben anderer Menschen in Mitleidenschaft gezogen wird, mag man diese Aktivitäten mit wohligem oder auch unwohlem Abstand verfolgen. Anders sieht das freilich aus, wenn man selbst in ein Verhalten eingebunden wird, das einem die Haare zu Berge stehen lässt. Jede längere Autobahnfahrt bietet dazu die gar nicht erwünschte Gelegenheit. Wenn man da auf jene eiligen Mitmenschen trifft, die es als persönliche Beleidigung ansehen, jemals die rechte Fahrspur benutzen zu sollen, kann es schnell heikel werden. Fährt man als niedrigklassiger Automobilist zwecks Überholen auf der linken Fahrbahn und braucht dazu auch noch etwas Zeit, dann kann es einem oft schlecht ergehen. Schon von weitem wird einem per Lichthupe signalisiert, schnellstens für das ranghöhere Gefährt Platz zu machen. Gelingt einem das nicht rasch genug, so spürt man alsbald den heißen Atem des Dränglers im Nacken. Zentimeter trennen da oft nur noch die Stoßstangen des Gejagten von dem des Jägers. Ein Schrecken, der einem die Haare zu Berge stehen lässt, kann einem da schon ! in die gestressten Glieder fahren. Ein Schrecken überkam auch den, in dessen Munde sich diese Redwendung in der Bibel findet. Es ist Eliphas, einer der Freunde Hiobs. Ihm wird in der Beschäftigung mit der Frage nach dem Warum des Leides, das Hiob widerfuhr, eine nächtliche Offenbarung zuteil. Diese schildert Eliphas mit folgenden Worten (Hiob 4,15 ff): „Und ein Hauch fuhr an mir vorüber; es standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe. Da stand ein Gebilde vor meinen Augen, doch ich erkannte seine Gestalt nicht; es war eine Stille, und ich hörte eine Stimme: Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?“ Ein göttlicher Schrecken ist es also, von dem ein Mensch hier heimgesucht wird und der ihm die Haare zu Berge stehen lässt. Und wiewohl für jeden Menschen gilt, dass er aus sich heraus nicht vor Gott zu bestehen und ihm zu begegnen vermag, so gewiss ist doch, dass er es im Glauben an Christus kann. Christus ist deshalb! auch die Antwort auf die Frage des Eliphas: „Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?“ Der Apostel Paulus kleidet diese Antwort in folgende Worte (Römerbrief 5,18): „Durch die Gerechtigkeit des Einen (Christus) ist für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“ Solch eine Zusage, dass wir Menschen um Christi willen Gott recht sind, mag nun wiederum manch einem als eine haarsträubende Logik erscheinen. Darauf wäre zu antworten: Es ist die Logik jener Liebe Gottes, die möchte, dass seine Töchter und Söhne nicht fern von Gott, sondern im Frieden und versöhnt mit Gott, ihrem Vater, leben können.
http://www.sprengel-ostfriesland.de/bibel/bibel.html#zweig

Dienstag, 12. April 2011

Die Bibel ist eine Schatzkammer

Die Bibel ist eine Schatzkammer voller himmlischer Waffen,
ein Laboratorium mit unfehlbar wirksamer Medizin,
eine Mine mit unausschöpflichen Bodenschätzen.
Sie ist eine Landkarte für jede Straße,
eine Seekarte für jedes Meer,
eine Medizin für jede Krankheit und eine Salbe für jede Wunde.
Nimm uns unsere Bibel… und unser Himmel hat seine Sonne verloren.
Thomas Guthrie, 1803-1873 (schottischer Prediger)

Montag, 11. April 2011

Für denjenigen, der Gott nicht kennt, wird die Welt zu einem seltsamen, verrückten, schmerzhaften Ort

„Für denjenigen, der Gott nicht kennt, wird die Welt zu einem seltsamen, verrückten, schmerzhaften Ort, und das Leben darin zu einer enttäuschenden und unschönen Sache. Wenn du das Studium von Gott außer Acht lässt, verurteilst du dich damit selbst dazu, mit verbundenen Augen durchs Leben zu stolpern, ohne zu wissen, wohin du gehst und was dich umgibt. Auf diese Weise kannst du dein Leben verschwenden und deine Seele verlieren.“ (J. I. Packer; „Gott erkennen“)

Samstag, 9. April 2011

Ist deine Zeit in Gottes Händen?

Unsere Hochgeschwindigkeitskultur braucht immer schnellere und ausgefeiltere Technologien: In Tunneln durch die Alpen, auf Luftkissen über's Wasser, mit Überschall durch die Luft,mit dem Transrapid zum Flughafen...
Wir sparen Zeit, aber was machen wir damit?
Der russische Schriftsteller Leo Tolstoi sagte: "Wir schätzen die Zeit erst, wenn uns nicht mehr viel davon geblieben ist."
Wie können wir das verhindern?
Meine Zeit steht in deinen Händen, Psam 31, Vers 16 der Bibel
Ein frommer Mann wurde gefragt, warum er trotz seiner vielen Aufgaben immer so gesammelt sein könne. Er antwortete:
Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Wenn ich sitze, dann sitze ich.
Wenn ich esse, dann esse ich ...
Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
Das tun wir doch auch!
Der Gläubige aber sagte zu ihnen:
Nein,
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon.
Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon.
Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.
www.bibelkreis-muenchen.de

Freitag, 8. April 2011

Gottes Urteil

Ganze Völker sind in diesen Jahren in […] »Grenzsituationen« geführt worden! Auch die Bibel weiß um solche Situationen für die Einzelnen und für die Völker, auch sie spricht von Hungersnot und Erdbeben und Krieg und Massensterben als von göttlichen Gerichten, aber sie weiß auch zu sagen, daß diese Gerichte Gottes kommen und gehen, daß aber von jener wahren Erschütterung der Menschen, von jener grundsätzlichen Veränderung nichts zu merken ist. Fragen wir uns selber: was bedeuten die Leiden, die in diesen letzten Jahren über die Menschheit gegangen sind, für unser Denken und unsere ganze Existenz? Ist es nicht gegangen, wie es schon zu Samaria und zu Jerusalem gegangen ist: die Gerichte Gottes kamen, Dinge geschahen, die wir vor 30 Jahren noch nicht für möglich gehalten hätten, […] Feuer ist vom Himmel gefallen, […] Grauen und Not aller Art hat die Menschheit überfallen, aber das Alles ist gekommen und gegangen, wie ein Wind über die Gräser und Blumen weht: sie neigen sich eine Weile, und wenn er nachläßt, so richten sie sich wieder auf. Ist auch nur ein einziger Mensch wirklich von Grund aus anders geworden durch die fallenden Bomben? Und wenn es noch ein wenig schlimmer kommen würde, als es gewesen ist, es würde kaum etwas anders werden. (Aus § 5., »Gottes Urteil«.) Karl Barth

Donnerstag, 7. April 2011

Gottes Wesen: die Liebe Gottes

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. 1. Johannes 4,8
Die Liebe ist die göttliche Eigenschaft, mit der sich Gott zum Menschen hinwendet, um sich mit ihm zu verbinden. Diese Liebe ist völlig frei und steht unter keinem Zwang. Gott ist in sich selbst vollselig. In absoluter Freiheit fasst er den Entschluss, auf sein gefallenes Geschöpf zuzugehen.
Der göttliche Ratschluss, den Gott in Christus gefasst hat, gibt der Liebe erst ihr Objekt. Wir finden Christus nicht zufällig am Wege der Menschheit stehen, sondern in Christus ist der Ratschluss von Ewigkeit her gefasst. Gerade darum wird die Liebe von keiner anderen Eigenschaft eingeschränkt. Wo liebende Menschen parteiisch werden, bleibt Gott frei. Wo Liebe Menschen blind macht, bleibt Gott gerecht. Gottes Liebe ist selbst heilig und gerecht. Darum sorgt die Liebe Gottes für den Menschen zuerst für Gerechtigkeit - erst dadurch kann das Geschöpf mit dem Schöpfer in Verbindung treten und bei ihm bleiben.
Gott ist auch als Liebender gerecht und heilig. Derselbe, welcher liebt, der ganz Liebe ist, erweist sich auch - ohne an seinem liebenden Wesen Einbusse zu erleiden -- als den Gerechten und Heiligen. So allein kommt ein richtiges Verhältnis zwischen den einzelnen Eigenschaften zustande. Eduard Böhl, Dogmatik § 14.

Dienstag, 5. April 2011

Gott gibt zu – Erschaffung der Welt war Aprilscherz...

Neue Ausgrabungen beweisen zweifelsfrei: Die Menschheit wird seit Jahrtausenden hereingelegt.
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was soll das alles? Einige der größten Rätsel der Menschheit sind endlich gelöst. Bei Ausgrabungen am Berg Sinai entdeckten Wissenschaftler eine Steintafel, aus der zweifelsfrei hervorgeht, dass es sich bei der Erschaffung der Welt um einen Aprilscherz handelt. „Und zwar um einen nicht besonders gelungenen“, wie der Verfasser der steinernen Botschaft, ein gewisser Gott, zugibt.
Menschheit in den April geschickt?
Ihm sei damals einfach nichts Besseres eingefallen, zudem sei es auch nicht besonders nett gewesen, sich solche dankbaren Opfer auszusuchen, wirbt Gott um Verständnis. „Aber, hey: Wer außer der Menschheit ist so doof, auf so einen Schwachsinn hereinzufallen?“ Über die Freude darüber, dass man ihm seinen Aprilscherz so bereitwillig abgekauft habe, sei er nicht mehr dazu gekommen, die Sache richtig zu stellen. „Tja, und dann hat sich das alles verselbstständigt“, erklärt der Allmächtige in seiner Stein-Botschaft.
Nachdem sich in letzter Zeit bei ihm die Klagen über die unhaltbaren Zustände auf der Erde gehäuft hätten, sähe er es nun an der Zeit, den Scherz aufzulösen. Selbstverständlich existierten die Welt, das Leben, der Mensch und dieser ganze andere Kram nicht, das sei alles bloß ein Witz. Auch wenn das jetzt vielleicht bei dem ein oder anderen Selbstzweifel auslösen könnte: Außer ihm und dem iPad gebe es leider nichts, so Gott abschließend.
Quelle: welt.de
Um ehrlich zu sein: einen solchen Gott anzubeten, würde in mir auch ein Gefühl der Lächerlichkeit und Dummheit erzeugen. Der senile, alte Tattergreis, der so vergesslich und unfähig ist, sein eigenes Leben, geschweige denn seine Schöpfung auf die Reihe zu kriegen. Die Vorstellung des lieben, alten Gott-Opas ist nicht nur skurril, sie zeigt nämlich noch viel mehr die Verzerrung der Wirklichkeit auf, die das Bild des wahren Gottes bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet hat…
Du magst Dich fragen, warum Gott es zulässt, dass Menschen sich so sehr über Ihn lustig machen und Ihn verspotten, wenn es Ihn denn wirklich gibt, Er wirkliche Macht hat und Er wirklich alles sieht, was auf der Welt geschieht. Aus menschlicher Sicht ist die Frage auch berechtigt, denn ich als stolzer Mensch mit meiner mir wichtigen Würde würde das sicher nicht tun. Aber allein daran kannst Du schon erkennen: Gott ist vollkommen anders als Du und ich!
Warum greift Er nicht ein? Weil Er Nachsicht mit Dir hat (Römer 3,25-26) und Deine Sünden nicht sofort bestraft (Prediger 8,11-12)
Warum hat Er Nachsicht mit Dir und straft Deine Sünden nicht sofort?
Weil Gott Dich so sehr liebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus für Dich und mich gab, damit wir, wenn wir an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben! (Johannes 3,16)
Aber wenn Du dieses Liebesangebot nicht annimmst, hat Er auch eine klare Botschaft für Dich, die nur ein paar Verse weiter im Johannes-Evangelium steht:
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes! (Johannes 3,18)
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36)
Nur weil Gott nicht (oder nicht immer…) auf Provokationen billiger Natur reagiert, bedeutet das doch lange nicht, dass Er nicht existiert. Er steht über den Dingen und nimmt alles menschliche Spotten nur aus einem Grund hin: Er liebt Dich und mich so sehr! Nur wird dies irgendwann nicht mehr der Fall sein, wenn Du Sein Liebesangebot in Jesus Christus nicht annimmst. Dann wirst Du Ihn als ewigen, zornigen Gott kennenlernen, über den Du und ich nicht lachen können.
Deswegen fliehe Dich heute zu Jesus und Er wird Dich in Seine väterlichen Hände aufnehmen!
Ben Graf www.bibelkreis-muenchen.de

Samstag, 2. April 2011

Der Ruf Gottes

„Der Ruf Gottes ist der Ruf, der von seinem Wesen ausgeht. Wo wir dann als Reaktion auf diesen Ruf hingehen, hängt vollständig von den Umständen ab, die Gott in seiner Vorsehung geschaffen hat. Der Ruf Gottes an sich ist kein Ruf zu einem bestimmten Dienst, doch unsere Interpretation von diesem Ruf kann es durchaus sein. Das heißt, durch meinen Kontakt mit dem Wesen Gottes, wird mir klar, was ich für ihn tun kann. Der Ruf zum Dienst ist das Echo meiner Identifizierung mit Gott. Mein Dienst resultiert aus dem, was meinem Wesen entspricht. Gottes Ruf entspricht seinem Wesen, deswegen kann ich seinen Ruf nicht hören, bis ich nicht sein Wesen empfangen habe. Wenn ich sein Wesen empfangen habe, wirken die beiden – mein Wesen und Gottes Wesen – zusammen. Der Sohn Gottes offenbart sich in mir, und ich, der natürliche Mensch, diene dem Sohn Gottes auf gewöhnlichem Wege und aus bloßer Hingabe zu ihm.“ (Oswald Chambers; So send I you)

Freitag, 1. April 2011

Erlernte Zurückhaltung

…eine Lesefrucht aus der aktuellen »trottwar«( http://www.trottwar.de/), angeblich (!!!) verfasst von Reinhard Löffler:
Setzen Sie bitte sehr viele Flöhe in ein Terrarium. Da die Flöhe viel höher springen können als das Glas reicht, hüpfen sie nach und nach hinaus und verschwinden in alle Winde. Nun legen wir eine Glasplatte als Abdeckung auf den Glasbehälter. Was passiert nun? Die Flöhe springen nach oben an die Glasplatte und tun sich bestimmt weh. Das denke ich mir, weil sie nach einiger Zeit lernen, nur so hoch zu hüpfen, dass sie gerade eben nicht an die Glasplatte knallen. Flöhe sind ja nicht dumm! Nach einer langen Lernphase – wenn wir sicher sind, dass kein Floh mehr die Glasplatte erreicht – nehmen wir die Glasplatte vorsichtig ab.
Was geschieht jetzt? Sie können es sich denken. Die Flöhe merken das nicht. Sie springen weiterhin nicht höher als die nun eingebildete Glasplatte hoch liegt. Sie bleiben im Glasbehälter drin.
Jetzt aber komme ich mit einer ganz schlauen Idee. Ich nehme ganz frische Flöhe, die noch nie in einem Glasbehälter gesessen haben [sic!] und werfe sie zu den schon lange dort lebenden hinzu. Was geschieht jetzt? Die ahnungslosen Flöhe, die ja keine Verletzungen an der Glasplatte erlitten haben und auch gar nicht wissen, dass es dort eine gab oder jetzt keine gibt, springen ganz natürlich hoch und hinaus. Das sehen die alteingesessenen Flöhe und merken, dass da oben gar nichts ist! Sie werden wieder flohlebendig wie eh und je und hüpfen weg. Soweit die Theorie.
Leider falsch! Die neuen Flöhe bleiben nach dem Hineinwerfen eine Weile am Boden sitzen und schauen, wie hoch alle anderen Flöhe springen. Dann springen auch sie, nie höher als die Glasplatte ehedem war. Kannten Sie diesen Versuch?
…und nein – ich »erkläre« nun nicht nachträglich, was »uns diese Geschichte sagen« soll…