Freitag, 8. Juli 2011
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8 July 1969: Jones drowned while 'drunk and drugged'
Dabei fing einmal alles so gut an für den kleinen Brian. Als geliebtes Kind seiner Eltern lernte er im frühen Kindesalter bereits Klavier von seiner Mutter. Er war musikalisch hochbegabt und beherrschte bis zu seinem 15. Lebensjahr mehr als sieben Instrumente. Er war ein echter englischer Sonnyboy: Smart, charmant und wortgewandt. Leider galt er aber auch als sehr launisch und somit charakterlich nicht einfach. Und er haut gern über die Stränge. Mit 19 hat Jones bereits drei uneheliche Kinder. In diesem Alter steht für ihn fest, dass er Musiker werden will. Seine große Leidenschaft ist der Blues, der ihn nach London zieht. Dort macht er die Bekanntschaft mit Alexis Korner, seineszeichens einer der besten Bluesmusiker der damaligen Zeit. Über Korner lernt er Mick Jagger und Keith Richards kennen.
Es ist die Geburtsstunde der Rolling Stones und wir schreiben das Jahr 1962. Brian wird wegen seiner herausragenden Musikalität sofort anerkannter Leader der Band. Bis 1965 spielt er ausschließlich Leadgitarre, danach ist er jedoch instrumental vielseitig. Er spielt Flöte zu „Ruby Tuesday“, Sitar bei „Paint it black“, Marimbaphon bei „Under my Thumb“, Akkordeon bei „Backstreet Girl“ sowie das Hackbrett, Cembalo, Kazoo, Banjo, Orgel, Piano und diverse Blasinstrumente. Die musikinstrumentalen Facetten finden wir jedoch nur in der Zeit von 1965-1967.
Der Lebensstil von Brian wird immer exzessiver. Er lässt sich von seinen weiblichen Fans quasi vergöttern. Er wird hofiert von Leuten wie Andy Warhol und Tom Wulf und ist der meistfotografierteste Beau der internationalen Rockszene. Er trank zuviel, rauchte zuviel Pot und nahm zu viele Uppers und Downers. Bei der Amerikatournee 1964 ist er unzuverlässig und undiszipliniert und provoziert somit eine Distanz der anderen zu ihm. Ähnliche charakterliche Tragödien sehen wir bei Jim Morrison und Syd Barrett. Die sukzessive Trennung von den Stones ist vorprogrammiert. Das neue Erfolgsteam der Stones Jagger/Richards scheinen den Egomanen Jones nicht mehr zu brauchen.
Diese Tatsache kränkt ihn so sehr, dass sein Drogenkonsum nochmals rapide ansteigt. In den Jahren zwischen ‘65 und ‘68 hatte er ungezählte massive Zusammenbrüche, die immer im Krankenhaus und manchmal im Gefängnis enden. Er wird zunehmend paranoid und zieht sich von der Band zurück. Sein Selbstmitleid ist auch darauf zurückzuführen, dass er seine große Liebe Anita Pallenberg an Keith Richards verloren hat. Fast alle seine Freundinnen ähneln im Aussehen erschreckend der Pallenberg.
Im Jahre 1968 haben die Stones erkannt, dass Brian Jones keiner der ihren mehr ist. Sie speißen ihn ab mit 100000 Pfund, von denen er sich ein Landhaus kauft. Er hat große Pläne, die jedoch nie verwirklicht werden. Er möchte mit Jimi Hendrix die berühmteste Band aller Zeiten aufbauen. Berühmter als die Stones, die Beatles und CCR.
Sein Traum wird jäh beendet in der Nacht des 3. Juli 1969. Er und seine Freundin haben Besuch von einem befreundeten Paar und nach einem langem Abend mit viel zu viel Whiskey und Joints beschließen alle im Swimmingpool zu baden. Die beiden Frauen und der Bekannte sind bald wieder im Haus und wundern sich nach einigen Minuten, dass Brian nicht nachkommt. Seine Freundin sieht nach um zu sehen wo er bleibt und findet ihn ertrunken auf dem Boden des Swimmingpools. Die Obduktion ergibt „Tod durch Ertrinken“. Der genaue Sachverhalt wird jedoch niemals wirklich geklärt. Bis heute gibt es die wildesten Spekulationen um den Tod dieses Mannes.
Warum sterben so viele Rockmusiker in jungen Jahren? Ist es wirklich „nur“ der Lebensstil? Oder ist es vielleicht eine Art Tribut, gewissermaßen ein Preis für den Erfolg der Übriggebliebenden? Man kann viel in diese Thematik hineindichten und von jeder Seite vom Pferd fallen. Fakt ist jedoch, dass Brian Jones und seine Bandkollegen von den Stones mit dem Satanischen geliebäugelt haben. Ihre Texte geben darüber genug Auskunft. Sei es „Sympathy For The Devil“ oder eine ganze Scheibe mit dem Namen „Their Satanic Majesty Request“. Offenkundig lassen sich die Stones von dem okkulten Filmemacher Kenneth Anger beeinflussen. Selbst Anton LaVay, der Begründer der Satanskirche in Amerika, gibt den jungen Musikern Anleitung in okkulten Praktiken. Man kann und darf nicht alles verteufeln, was sich in der Rock- und Popkultur abspielt. Aber es ist nur zu offensichtlich, dass Menschen wie Brian Jones, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Kurt Cobain etc. einen Lebensstil teilen, der fern von jeglicher Moral und Gottesfurcht seinen Preis fordert. Wie so viele andere ist auch Brian Jones wie ein kleiner Junge, der sich nach Liebe und wahren Freunden sehnt. Leider hat er an den falschen Stellen danach gesucht und alle Versprechungen, die er einst bekam, werden nicht erfüllt. Im Gegensatz dazu hält Gott seine Versprechen, weil er ein Gott der Wahrheit und der Liebe ist. Gott verspricht dir Freiheit. Er sagt: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen. Wenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei. (Johannes 8,31+32+36). Von Ali
Montag, 4. Juli 2011
“All In” – Jugendgottesdienst in der FeG München-Mitte am 9. Juli
Am 9. Juli findet bei uns in der Freien evangelischen Gemeinde München-Mitte Mozartstr.12 ein Jugendgottesdienst statt, veranstaltet von den M12-Teens und M12-Jugendlichen. Unser Pastor Matthias Lohmann wird zu dem spannenden Thema “All In” predigen und auch ein wenig aus seinem Leben und der Kehrtwende, die er Mitte 20 vollzogen hat, erzählen. Es wird mit Sicherheit ein sehr spannender Abend, deshalb kommt vorbei und lasst euch überraschen!
Sonntag, 3. Juli 2011
Jim Morrison lag vor 40 Jahrenlag, am 3. Juli 1971 leblos in der Badewanne.
Schon in sehr jungen Jahren durchbricht Jim Morrison intellektuelle Grenzbereiche, vielleicht um ein besseres Land als die alten States of America zu entdecken. Er zieht dieses Verhalten durch sein ganzes Leben wie einen roten Faden, bis in unendliche Weiten diverser Drogenfilme hinein. Inspiriert von den ’Pforten der Wahrnehmung’, durchstreift Jim Morrison die Realität nicht nur in seinen Lyrics sehr intensiv und findet abgeschnitten von aller Vernunft, den Eingang in ein kurzes Leben. Break on trough to the other side…
James Douglas Morrison wurde 1943 in Melbourne geboren. Die berufliche Laufbahn seines Vaters, ein Marineoffizier, bewegte die junge Familie oft zum Umziehen. Der karriereorientierte Vater stand der Familie mit 3 Kindern kaum zur Verfügung. Höchstens im Befehlston. The unknown soldier…. Er macht seine Abwesenheit seinem Erstgeborenen gegenüber wieder wett und beschenkt Jim mit Büchern. Schon bald taucht der kleine Jim in die Welt der Literatur und treibt in die Arme Ginsberg, Camus und Rimbaud. Mit 12 Jahren entdeckt Jim das eigene Schreiben und die bezaubernde Kunst, Einfluss auf Menschen durch Poesie zu nehmen. Man bescheinigt ihm einen IQ von 149.
Ein traumatisches Kindheitserlebnis spiegelt sich in späteren Songtexten und Gedichten wieder. Jim war gerade 4 Jahre alt, als er vom Auto aus einen tragischen Verkehrsunfall mit ansehen muss. Einige Indianer waren von einem Lkw erfasst worden und lagen nun blutüberströmt und sterbend auf dem Highway. Sein Vater fragt umherstehende, ob schon Hilfe gerufen wurde, fährt aber selbst von dem Unfallort weg. Jim fängt an bis ins hysterische zu protestieren, doch seine Eltern reden ihm ein, alles sei nur ein Traum gewesen. Später sagt Jim Morrison dazu aus, dass an diesem Ort die Geister der toten Indianer in seinen Kopf eingedrungen sind. Er fühlt sich Zeit seines Lebens mit einem großen Schamanengeist verbunden.
Jim Morrison entwickelt sich zu einem widersprüchlichen Charakter. Gleichzeitig ist er scheu wie auch provozierend. Immer wieder testet er gesellschaftliche Grenzen aus. In seinen Jugendjahren gelingt es niemanden, ihn in geordnete Bahnen zu erziehen. Literarisch öffnet er sich für die Welt des Abgründigen. Mystische Literatur über Hexen und Dämonie fesseln ihn. Zauberwelten und Illusionen geschaffen über diverse Medien faszinieren ihn. Nach dem College beginnt er das Studium der Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt ‚Film’. Doch neben seinen gewagten Verhaltensweisen stempeln ihn auch seine markanten Filmchen zu einem ‚auffälligen Studenten’ ab, und der verkannte Künstler verlässt sein Medium.
1965 nistet er sich in Venice ein, Kalifornien. Direkt am Meer lagert sich hier das derzeitige Kunst- und Drogenmekka. Jim Morrison lebt auf dem Dach eines Hauses und gibt sich unter offenem Sternenhimmel seinen Visionen hin. Waiting for the sun… Halluzinogene Drogen begleiten ihn auf seinen Reisen. Ganz Amerika erlebt in dem Jahrzehnt einen gesellschaftlichen Aufbruch. Viele Menschen spüren eine neue Welt aufgehen. Oder wünschen es sich. Die Geburtsstunde der Hippiebewegung ist gekommen. Irgendwo zwischen diesen Wehen trifft Jim Morrison mit seinen erleuchteten Texten auf Ray Manzarek, der sofort begeistert ist und den jungen Dachpoeten motiviert, mit ihm als Organisten eine Band zu gründen. Gitarrist Robby Krieger und Drummer John Densmore kennt man aus einem Kurs für transzendentale Meditation. ,The Doors’ finden sich. Als Musiker wollen sie Werkzeug sein, um die begrenzte Wahrnehmung der Realität zu durchbrechen. Fieberhaft kommen erste Proben zustande, sogar eine Demoplatte wird produziert, doch der erhoffte Erfolg bleibt erst mal aus. Stattdessen lernt Jim Morrison seine zukünftige Frau kennen, Pamela Courson. Come on baby light my fire…. 1966 kommt es endlich zu ersten Angagements der Band in angesagten Clubs, und der Bekanntheitsgrad der Doors entwickelt sich wie ein Lauffeuer. Nach dem „London Fog“ lichtet sich ihre Zukunft schliesslich im „Whiskey-a-Go-Go“, wo die Band von dem Chef der Plattenfirma Elektra entdeckt wird. Sie produzieren in ein paar Tagen eine gekonnte Platte, die im März 1967 die US-Hitparade erstürmt. Riders on the storm…… Kritiker bezeichnen den neuen Sound als surreal und wütend, als psychedelisch und exorzistisch. Alkohol- und Drogenexzesse finden auf der Bühne statt. Morrison visioniert live vor seinem Publikum und vollführt ganze Schamanentänze. In Höhepunkten wirkt er wie ein Mensch, der böse Geister durch sich channeln lässt, von schlechten Mächten geborgen. Die Leute sind entweder entsetzt, oder lassen sich in eine Euphorie anstecken. Der eigentlich schüchterne Poet, wird bekannt als der Engel der Zerstörung, Sexgott und Wizard King.
The Doors versprühen neuartige Funken in das Bewusstsein der Amerikaner und entzünden das Land mit erfolgreichen Tourneen. Nach dem 3. Album fängt auch Europa Feuer. Morrison versammelt alle Rocklegenden um sich, zu noch legendäreren Saufgelagen. Er befindet sich auf den Gipfel der Rockgeschichte. Doch er fühlt, dass er sich immer weiter von seiner ursprünglichen Vision entfernt. Der ganze Starruhm lässt erste Gedanken über ein bitteres Showgeschäft zu. Gebiert einen vermarkteten Jim Morrison. Nicht seine Kunst, nicht sinnlicher Rock und intelligente Poesie sind bejubelt, sondern Sexappeal und Leder. Nur wenige wussten, dass Morrison wegen starken Alkoholkonsum unter Impotenz litt. Er beginnt, sein Publikum zu verachten, spielt mit der Masse und ihren Reaktionen. Brachte die Leute dazu, sich auszuziehen oder die Bühne zu stürmen und stellt sie wie dumme Schafe zur Schau. Demonstrativ holt er auf einem Konzert 1969 sein Geschlechtsteil heraus und deutet eine Selbstbefriedigung an. Es kommt zu einem Prozess.
Morrison flüchtet vor dem Starrummel und folgt seiner Frau, die sich in Paris abgesetzt hatte. Er gönnt sich ein künstlerisches Freisemester. Morrison hotel… Doch auf der Suche nach neuer Inspiration wird sein Bauch fetter und sein Bart länger, denn es findet sich kein geeignetes Medium außerhalb der Gesellschaft. Er chauffiert seine neusten Werke lieber in einer Plastiktüte durch die Gegend, hängt in den Clubs rum und ist wie seine Frau auf Heroin.
1971 wird er tot in dem Badezimmer seines Appartements aufgefunden. Er wurde 27 Jahre alt. Seine Frau sagt aus, sie beide hätten sich abends einen Film zusammen angeschaut und wären dann schlafen gegangen. Nachts wachte Jim auf, fühlte sich krank und ging ins Bad. Morgens lag er tot in der Badewanne. Is this the end? 2007 gesteht der damalige Pariser Clubbesitzer vom ’rock and roll circus’, dass Jim mit einer Überdosis Heroin auf der Toilette gefunden worden ist und nach Hause getragen wurde. Klo oder Badewanne? Yes the river knows…
Heute ist sein Grab in Paris ein Wallfahrtsort für Fans aus der ganzen Welt. Sie huldigen die Grabstätte noch heute mit Joints, Blumen, Kerzen und hingeschmierten Messages. Touch me babe. Die Öffnungszeiten des Cimtiere du Pere Lachaise sind allerdings sehr begrenzt.
Angesichts des dramatischen Endes dieses begabten jungen Menschen, stellt sich die Frage, was Jim Morrison eigentlich wirklich gelebt hat. Er sucht sein ganzes Leben einen ‚Kontakt’ über die normale Wahrnehmung hinaus….
Ich möchte euch erzählen vom Schmerz
Und vom Verlust Gottes
Umherirrend, irrend durch die hoffnungslose Nacht
Hier draußen im Grenzbereich gibt es keine Sterne
Hier draußen sind wir gesteinigt
stoned… unbefleckt.
(Jim Morrison)
…. und scheitert. Echtes Leben, absolute Wahrheit, und grenzenlose Liebe findet man bei Jesus Christus, dem eingeborenen Sohn. Waiting for the son??? „Glaubt mir, ich selbst bin die Tür. Alle, die sich vor mir als eure Hirten ausgaben, waren Diebe und Räuber. Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein und ausgehen, und er wird saftige grüne Weiden finden. Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe allen, die zu mir gehören, das Leben – und dies im Überfluss.“
(Jesus in Johannes 10, 6 –10)
Von Ali