Donnerstag, 31. März 2011
Vom Sinn der Schwermut
Das ganze Dasein ängstigt mich, von der kleinsten Mücke bis zu den Geheimnissen der Inkarnation; ganz ist es mir unerklärlich, am meisten ich selbst; das ganze Dasein ist mir verpestet, am meisten ich selbst. Gross ist mein Leid, grenzenlos; keiner kennt es, ausser Gott im Himmel, und er will mich nicht trösten; keiner kann mich trösten, ausser Gott im Himmel, und er will sich nicht erbarmen.
Vom Dichter sagt man, er rufe die Muse an, um Gedanken zu bekommen. Das ist bei mir eigentlich nie der Fall gewesen, meine Individualität versagt mir sogar, das zu verstehen; im Gegenteil, ich brauchte jeden Tag Gott, um mich des Reichtums der Gedanken zu erwehren. Wahrlich, gib einem Menschen eine solche Produktionskraft und dazu eine so schwache Gesundheit, so wird er schon beten lernen. Ich könnte mich niedersetzen und ununterbrochen Tag und Nacht und nochmal einen Tag und eine Nacht fortschreiben, da Reichtum genug da ist; dieses Kunststück habe ich jeden Augenblick machen können; kann es noch jetzt.
Denn wo ich auch war, vor aller Augen oder unter vier Augen mit dem Vertrautsten, immer war ich in Betrug gehüllt, also allein: in der Einsamkeit der Nacht konnte ich nicht mehr allein sein. Ich war allein nicht in den Urwäldern Amerikas mit ihren Schrecknissen und Gefahren, sondern allein in der Gesellschaft der schrecklichen Möglichkeiten, gegen welche auch die schrecklichste Wirklichkeit Erquickung und Linderung ist …. allein in der Sinnlosigkeit meines Daseins, ohne mich (auch wenn ich wollte) auch nur einem einzigen verständlich machen zu können – ja, was ich sage ‘einem einzigen’: es gab Zeiten, wo mir nicht das fehlte (so dass man also nicht sagen könne: ‘das fehlte bloss noch’), Zeiten, da ich mich auch mir selbst nicht verständlich machen konnte.
Guardini kommentiert:
Tief verwundbar ist ein solches Leben. (Er ist zerrissen durch) eine innere Gegensätzlichkeit der Lebenstendenzen; eine Spannung zwischen den Motiven; ein wechselseitiges Durchkreuzen der Triebe; Widersprüche in der Haltung Menschen und Dingen gegenüber, im Anspruch an die Welt und an das eigene Leben; in den Massstäben, nach denen gemessen wird.
Aus: Romano Guardini. Vom Sinn der Schwermut. Matthias-Grünewald-Verlag: Mainz 1987.
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Dienstag, 29. März 2011
empfänglich
Mittwoch, 23. März 2011
Klatschen bis zum abwinken
Solschenizyn beschreibt eine (tragische) Anekdote aus 1920-ern unter Stalin. Es gibt mir zu denken, dass wir wegen viel geringfügigeren Konsequenzen stehen bleiben.
Eine Bezirksparteikonferenz (im Moskauer Gebiet) … Den Vorsitz führt der neue Bezirkssekretär anstelle des sitzenden früheren. Am Ende wir ein Schreiben an Stalin angenommen, Treuebekenntnis und so. Selbstredend steht alles auf (wie auch jedes Mal sonst der Saal aufspringt, wenn sein Name fällt). Im kleinen Saal braust ‚stürmischer, in Ovationen übergehender Applaus’ auf. Drei Minuten, vier Minuten, fünf Minuten – noch immer ist er stürmisch und geht noch immer in Ovationen über. Doch die Hände schmerzen bereits. Doch die erhobenen Arme erlahmen. Die Älteren schnappen nach Luft. Und es wird das Ganze unerträglich dumm selbst für Leute, die Stalin aufrichtig verehren. Aber: wer wagt es als erster? Aufhören könnte der Erste Bezirkssekretär. Doch er ist ein Neuling, er steht hier anstelle des Sitzenden, er hat selber Angst Denn im Saal stehen und klatschen auch NKWD-Leute, die passen schon auf, wer als erster aufgibt! …. Im kleinen, unbedeutenden Saal wird geklatscht …. und Väterchen kann’s gar nicht hören … 6 Minuten! 7 Minuten! 8 Minuten! …. Sie sind verloren! Zugrunde gerichtet! Sie können nicht mehr aufhören, bis das Herz zerspringt! … Der Direktor der Papierfabrik, ein starker und unabhängiger Mann, steht im Präsidium, begreift die Verlogenheit, die Ausweglosigkeit der Situation – und applaudiert – 9 Minuten! 10 ! Er wirft sehnsüchtige Blicke auf den Sekretär, doch der wagt es nicht. Verrückt! Total verrückt! Sie schielen mit schwacher Hoffnung einer zum anderen, unentwegt Begeisterung auf den Gesichtern, sie klatschen und werden klatschen, bis sie hinfallen, bis man sie auf Tragbahren hinausträgt. Und auch dann werden die Zurückgebliebenen nicht aufgeben! … Und so setzt der Direktor in der elften Minute eine geschäftige Miene auf und lässt sich in seinen Sessel im Präsidium fallen. Und – o Wunder – wo ist der allgemeine, ungestüme und unbeschreibliche Enthusiasmus geblieben? Wie ein Mann hören sie mitten im der Bewegung auf und plumpsen ebenfalls nieder. Sie sind gerettet! Der Bann ist gebrochen! … Allein, an solchen Taten werden unabhängige Leute erkannt. Erkannt und festgenagelt: In selbiger Nacht wird der Direktor verhaftet. Mit Leichtigkeit werden ihm aus ganz anderem Anlass zehn Jahre verpasst. Doch nach Unterzeichnung des abschliessenden Untersuchungsprotokolls vergisst der Untersuchungsrichter nicht die Mahnung: „Und hören Sie in Zukunft nie als erster mit dem Klatschen auf!“
Alexander Solschenizyn. Der Archipel Gulag. Scherz Verlag: Bern 1974. (77-78)
Montag, 21. März 2011
Der Wertmaßstab des Christentums
Wenn einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompaß, gelenkt hat so fürchte ich, daß sehr schreckliche Dinge passieren können, die über die Konzentrationslager und Atombomben hinausgehen.
Werner Heisenberg
Sonntag, 20. März 2011
Vorstellungen über Gott
Wenn man Menschen fragt, wie Gott ist, bekommt man ganz unterschiedliche Antworten: - Gott ist wie ein Polizist
Gott passt auf, dass seine Regeln eingehalten werden. Regelverstöße werden bestraft. (Kontrolle) - Gott ist ein Wunscherfüllungsautomat
Wenn jemand etwas braucht, kommt er her, wirft oben ein Gebet als Münze ein und erwartet unten seinen Wunsch. - Gott ist ein Opa (Guter Opa Total Taub)
Sehr menschliche Vorstellung: Alt und weise, aber auch schwerhörig, unbeweglich, starrsinnig, intolerant, ... - Gott ist eine Höhere Macht (unbestimmt)
An eine höhere Macht muss dann doch irgendwie glauben, es kann doch nicht alles Zufall sein auf dieser Welt. Aber diese höhere Macht hat keine persönlichen Züge. - Gott ist der Sündenbock
Wenn einer an dem ganzen Elend auf dieser Welt Schuld ist, dann Gott. Wenn es ihn gibt, warum lässt er dann alles Leid und Unrecht auf dieser Welt zu? - Gott ist das Produkt unserer Träume
In der Realität gibt es Gott nicht. Er lebt nur in einer frommen Traumwelt. Religiös veranlagte Menschen stellen sich Gott nur vor, um ein spirituelles Gegenüber zu haben. Einen Gott kann es doch in Wirklichkeit nicht geben.
Um etwas von einem Menschen zu wissen, muss ich ihn kennen lernen. Am Besten geschieht das so, dass ich ihn von sich selbst erzählen lasse. Das ist auch mit Gott so. Solange wir nur versuchen, ihn von uns aus zu beschreiben, kommt es zu den oben genannten falschen Vorstellungen. Wenn wir wirklich wissen wollen, wie Gott ist, müssen wir ihn selbst in der Bibel zu Wort kommen lassen:
- Gott ist der Schöpfer der Welt
Der Schöpfungsbericht in 1.Mose 1 und 2 sagt uns, dass Gott diese Welt geschaffen hat; er liefert aber keine wissenschaftliche Analyse, wie Gott dies getan hat. Wichtig ist das Bekenntnis: Gott ist der Schöpfer. - Gott ist der Heilige
Wenn die Bibel davon redet, wie Gott ist, verwendet sie den Begriff "heilig". "Gott ist heilig" kann man übersetzen mit: "Gott ist anders". Seine Barmherzigkeit, seine Liebe, seine Treue sind anders als menschliche Barmherzigkeit, Liebe oder Treue. Auch sein Zorn ist anders - eben heiliger Zorn. Gottes Heiligkeit ist absolut: Er allein ist heilig. Gottes Heiligkeit ist für den Menschen tödlich. Denn Gott kann nichts Unheiliges in seiner Nähe dulden. Alles Unheilige wird in seiner Nähe vernichtet (vgl. Jesaja 6). - Gott ist mit uns unterwegs (Martin Buber: "Weggott")
In 2.Mose 3,14 stellt sich Gott dem Mose mit seinem Namen vor. Auf Moses Frage, welchen Namen Gott habe, antwortete Gott: "Ich bin der 'Ich-bin-da'. Sage den Israeliten: Der 'Ich-bin-da' hat mich zu euch geschickt."Damit sagt der Name Gottes etwas über Gott und sein Wesen aus. Gott ist weder Theorie noch von Menschen ausgedacht, er ist kein tauber und unbeweglicher Opa. Gott ist lebendig, erfahrbar, flexibel und doch sich selbst treu. Er ist mit den Menschen unterwegs, damals und heute und lässt sie nicht allein. Schlicht und einfach: Gott ist da. Darum redet Martin Buber vom "Weggott". Ähnlich sagt es auch Jesus von sich in Matthäus 28,20: "Und das sollt ihr wissen: 'Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.'" - Gott ist gnädig und barmherzig
Eine häufig im Alten Testament vorkommende Beschreibung Gottes lautet: "Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte." (z.B. 2. Mose 34,6; Neh.9,17; Psalm 86,15; 103,8) Nur dieser Barmherzigkeit verdanken wir unser (Über-)leben. Nur weil Gott neben seiner verzehrenden Heiligkeit auch gnädig und barmherzig ist, hat er uns nicht wegen unserer Unheiligkeit vernichtet. Im Alten Testament stehen dafür die Opfer, durch die Israel Vergebung erfahren konnte. Im Neuen Testament steht dafür Jesus und sein Opfertod am Kreuz (vgl. Lektion 4). - Gott ist der liebende Vater
Bereits im Alten Testament wird Gott als Vater bezeichnet, z.B. in Jesaja 64,7: "Dennoch, Herr: Du bist unser Vater! Wir sind der Ton, du bist der Töpfer; wir alle sind von deiner Hand geschaffen." Dass Gott wie ein Vater ist wird damit unterstrichen, dass er auch der Schöpfer ist. Auch Jesus sprach von dem Gott, der sich als Vater liebevoll um seine Geschöpfe und Kinder sorgt, z.B. Matthäus 6,26: "Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte - aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm noch viel mehr wert als alle Vögel." Das Besondere an der Verkündigung Jesu war dabei, dass er die Menschen ermutigt, Gott als Vater direkt anzusprechen, sogar mit der sehr familiären Anrede "Papa" (auf aramäisch "Abba"). So schreibt das auch Paulus (Römer 8,15+16): "Weil sein Gottes Geist in uns lebt, sagen wir zu Gott: 'Abba! Vater!' Und Gottes Geist bestätigt unserm Geist, dass wir wirklich seine Kinder sind."
Gott hat den Menschen als sein Gegenüber geschaffen, als einen verantwortlichen Partner, mit dem er leben, reden und handeln will (1.Mose 1,26-28). ( Kommunikation mit Gott ist möglich (vgl. die Einheit über das Gebet). Gott wünscht sich auch, dass wir in einer Beziehung mit ihm leben: "Ich werde bei euch bleiben und euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein." (3. Mose 26,12)
Aber wie können wir Gott kennen lernen bzw. erfahren?
- Gott zeigt sich uns z.B. in der Schöpfung, wenn wir über Tiere, Pflanzen oder die komplizierten Abläufe in der Natur staunen. Wenn man offen dafür ist, kann man hinter der Schöpfung das Konzept des Schöpfers erkennen.
- Gott zeigt sich uns in seinem Wort (vgl. Lektion 1). Darin können wir lesen wer und wie Gott ist. Dabei spielt der Zeitunterschied zwischen den alten Texten und uns keine Rolle, denn Gott verändert sich nicht.
- Ganz besonders hat sich Gott in seinem Sohn gezeigt, in Jesus selbst (vgl. Lektion 4). Denn Jesus hat gesagt, worauf es Gott ankommt, und er hat es nicht nur gesagt, sondern selber gelebt. Darum sagt Jesus z.B. in Johannes 14,9: "Wer mich sieht, der sieht den Vater."
- Mit Gott können wir reden, wie mit einem Freund oder wie mit einem Vater. Dabei wünscht er sich Ehrlichkeit und Offenheit und die Chance, auch in Ruhe zu uns reden zu können (vgl. Lektion 2)
- Wir können Gott auch durch andere Menschen kennen lernen, denn in jedem Christen soll sich Gottes Herrlichkeit und Wesen widerspiegeln.
- Gott ist um uns herum. Das zeigt z.B. die Geschichte von den Fischen im Meer: Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: 'Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist.' Da sagten einige, die klüger waren als die anderen: 'Wir haben gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm gehen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.' So machten sich einige Fische auf und kamen auch endlich in das Meer und fragten den Fisch. Als der Fisch sie angehört hatte, sagte er: 'Oh ihr dummen Fische! Im Wasser bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, zum Wasser kehrt ihr wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wisst es nicht.'"
Hier sind verschiedene Texte angegeben, die von Gott oder über Gott berichten. Bitte lest jeden Tag einen Text und versucht, die Aussagen über Gott aufzuschreiben. Versucht, über diese Texte in Verbindung mit der Frage "Was bedeutet Gott für mein Leben?" nachzudenken.
- Tag - Psalm 103
- Tag - Lukas 15, 11-32
- Tag - Psalm 121
- Tag - 1. Johannes 4,9+10
- Tag - Jesaja 43,1-7
- Tag - Galater 4,4-7
- Tag - Psalm 139
http://www.feg-dillenburg.info/was-wir-bieten/glaubensgrundkurs/3-gott/
Samstag, 19. März 2011
Unsere Welt ist eine der nuklearen Giganten und der ethischen Zwerge.
Das Ausbleiben eines atomaren Holocaust ist wohl eher himmlischer Fügung als menschlicher Vorsicht zu danken. Das waren die Abschiedsworte von General Omar Bradley im November 1948 in Boston.
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Samstag, 12. März 2011
Hast du mich lieb?
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als irgendein anderer hier?« Petrus gab ihm zur Antwort: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Lämmer!« (Johannes 21, 15)
Jesus fragte ihn ein zweites Mal: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?« Petrus antwortete: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Da sagte Jesus zu ihm: »Hüte meine Schafe!« (Johannes 21, 16)
Jesus fragte ihn ein drittes Mal: »Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?« Petrus wurde traurig, weil Jesus ihn nun schon zum dritten Mal fragte: »Hast du mich lieb?« »Herr, du weißt alles«, erwiderte er. »Du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Schafe! (Johannes 21, 17)
Als kleiner Junge habe ich oft mit den Nachbarkindern auf unserem Bauernhof Cowboy und Indianer gespielt. Wir haben alles Mögliche benutzt, um Gewehre und Pistolen dazustellen, sei es ein Axtstiel oder einfach ein Stück Holz. Die Bögen haben wir aus Weidenstöcken gebaut und Pfeile aus Strohhalmen, wo wir vorne ein Stück von einem Fliederbast drauf setzten, der ist in der Mitte weich und somit lässt er sich einfach auf den Strohhalm drücken und er diente als Schutz vor den sonst recht sitzen Strohhalmpfeilen. Ohne diesem Aststück flogen die Pfeile aber viel weiter und besser und so hab ich sie auch einfach mal weg gelassen, dadurch kam es leider dazu, dass ich einem Nachbarsmädchen mal fast mit einem unkontrollierten Schutz ins Auge getroffen hätte, zum Glück traf sie der Pfeil ein paar Millimeter neben dem Auge, aber Ärger mit den Eltern gab es dennoch.
Vielleicht kennt ihr das auch, ab und zu wenn ihr einen Streifzug durch eurer Leben macht, wünscht ihr euch noch mal zurück, um anders zu reagieren, etwas anderes zu sagen oder, um es anders zu machen, als so wie ihr es gemacht habt.
Mir fallen da einige Sachen ein, die ich ganz sicher so nicht noch mal machen würde.
Einer davon ist das ich den Pfeil nicht auf meine Nachbarin geschossen hätte.
Ich kann mir vorstellen, wenn Petrus, der Jünger Jesu, über sein Leben nachgedacht hat, dann fällt ihm auch eine Sache ein, die er sehr gerne ändern würde.
Ich meine, er hat so viele tolle, außergewöhnliche Sachen mit Jesus erlebt: Petrus erlebte, wie Lahme wieder gehen konnten, Blinde wieder sehen, Taube wieder hören, wie 5000 Menschen nur mit 2 Fischen und 5 Broten satt wurden, er hörte Worte von Jesus, die voller Weisheit und Liebe steckten und er konnte mit der Hilfe Jesu auf dem Wasser stehen. Was für Hammer Erlebnisse, was für ein spannendes Leben.
Und doch gab es die eine Situation, für die er sich zutiefst geschämt hat.
Wenn man mit einen Menschen so viel erlebt, dann möchte man nicht dass es aufhört. Doch dann sprach Jesus plötzlich davon, dass man ihn verhaften und töten wird. Das konnte Petrus nicht akzeptieren, das wollte er nicht zulassen und so gab er Jesus sein Versprechen. „Herr und wenn alle sich von dir abwenden, ich niemals, ich würde mit dir ins Gefängnis, ja sogar in den Tod gehen.“
Wir kennen die Geschichte und was dann kommt. Jesus sagt Petrus, dass er ihn verleugnen wird und genau so passiert es dann ein paar Stunden später, dass Petrus dreimal behauptet: Ich kennen diesen Jesus nicht, ich hab nichts mit dem zu tun! Als der Hahn dann kräht weiß Petrus genau, was er getan hat und nicht nur das, er sieht, dass Jesus es auch weiß.
Sicherlich ist es leicht zu sagen. Dreimal hat Petrus, Jesus verleugnet, dreimal hat Jesus, Petrus seine Liebe zu ihm bestätigen lassen. Ich denke aber, dass Jesus, Petrus da berühren wollte, wo sein Tiefpunkt festsaß: in seinem Herzen! Und das hat Jesus geschafft, wie wir an der dritten Antwort sehen konnten.
Jesus hat sich um Petrus gekümmert. Petrus hatte Jesus verleugnet, wohl der Tiefpunkt seines Lebens, aber Jesus hat ihm verziehen und nicht nur das, er hat ihn gebraucht - und wie! Das können wir alles in der Apostelgeschichte nachlesen. Petrus hat den Auftrag angenommen und eine super Arbeit geleistet unter den ersten Christen.
Gott vergessen
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Freitag, 11. März 2011
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“
Donnerstag, 10. März 2011
Wo dein Schatz ist
Mittwoch, 9. März 2011
Humor ist lebenswichtig.
Sonntag, 6. März 2011
Was siehst Du auf diesem »Bild«?
Die Antwort: »Einen schwarzen Punkt natürlich!« Das ist grundsätzlich richtig geantwortet. Meine Frage ist aber ein bisschen »gemein«. – Ganz korrekt müsste die Antwort lauten: Ich sehe ca. 90 % weiße Fläche und darauf einen dunklen Punkt. – Es gibt auch »dunkle Punkte« in unserem Leben. Wir sollten aber das »Helle« darüber nicht vergessen.
»Die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut!« – Augustinus
»Wer Gott sucht, findet Freude!« – Augustinus
Nicht jede Freude führt zu Gott, aber Gott führt letztlich immer zur Freude! Quelle: Pst. Priebe
Samstag, 5. März 2011
Kaufrausch
Kaufrausch
Sokrates (469-399 v.Chr.) befand sich mit einer Gruppe von Schülern in Piräus, der Hafenstadt von Athen. Dort sahen sie zu, wie Mengen von Waren, die die Schiffe herbeigebracht hatten, verladen und weitertransportiert wurden, um dann in der Stadt den kauflustigen Bürgern angeboten zu werden. Nachdem sie eine Weile dem lebhaften Treiben zugesehen hatten, strich sich Sokrates vergnüglich mit der Hand den langen Bart und sagte zu seinen Schülern: »Wie viele Dinge gibt es doch auf unserer Welt, die ich nicht brauche.«
Dieser Ausspruch des Sokrates zeigt eine gesunde Einstellung und verrät große Weisheit. Wird dieser Satz in unseren Tagen ausgesprochen, dann ist sein Wert noch höher zu veranschlagen; denn heute, bald 2500 Jahre nach Sokrates, ist das Angebot an Gütern und Dienstleistungen unvergleichlich reichhaltiger als zur Zeit der Griechen. Und vieles ist nicht nur teuer und unnütz, sondern auch gefährlich für Leib und Seele.
Die meisten Menschen meinen heute, möglichst viele Dinge haben zu müssen. Und so ist ihr ganzes Leben und Streben darauf ausgerichtet, viel zu verdienen und vieles anzuschaffen und sich all das zu leisten, von dem sie meinen, dass sie es brauchen. Aber das Glück und den Frieden des Herzens kann man damit nicht erwerben. Wer sich nur von den vergänglichen Dingen gefangen nehmen lässt, hat das Ziel seines Lebens verfehlt. Das Gleichnis vom Sämann in Matthäus 13 unterstreicht im Vers 22 unser Problem.
Hans Schomaker
http://www.talk-about.org/magazin/lim/lim.asp?Datum=21.07.1999
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Das Christentum eine Gesetzesreligion?
Wäre es eine Philosophie, dann hätte es sich auch nicht durchgesetzt, denn es klopft den Anhängern nicht auf die Schulter, sondern kritisiert sie.
Wäre es eine bloße Täuschung, dann wäre diese ziemlich schlecht. Vieles in der Bibel hätte man dann besser weggelassen.
Wäre es eine Phantasie der Jünger - ich hätte mir das Leben mit Gott anders vorgestellt und wenigstens so eingerichtet, dass es nicht die unbequemste Lehre der Welt ist.
Was aber, wenn es die Wahrheit ist ? Dann würde vieles, was sonst unverständlich ist plötzlich passen. Dann ist verständlich, warum mehr die innere Haltung als das äußere Verhalten beurteilt werden. Thomas Giebel
Donnerstag, 3. März 2011
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Dienstag, 1. März 2011
Der Stotter-König und Mose.
Bei Moses wird es vermutet, bei König George VI., bei Churchill, Kafka und der Monroe ist es belegt: Sie waren Stotterer.
„So gehe nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst." 2Mo 4, 12.
Mancher Diener Gottes hatte Probleme beim Reden , und wenn er berufen wird, für seinen Herrn zu sprechen, ist er in großer Verwirrung aus Furcht, eine gute Sache durch seine schlechte Vertretung zu verderben. In solchem Fall ist es gut, sich daran zu erinnern, dass der Herr die Zunge gemacht hat, die so schwer ist, und dass wir uns hüten müssen, unseren Schöpfer zu tadeln. Es mag sein, dass ein schwere Zunge kein so großes Übel ist, wie eine schnelle, und wenige Worte mögen mehr Segen mit sich führen als ein großer Wortschwall. Es ist auch ganz gewiss, dass wahrhaft errettende Macht nicht in menschlicher Rhetorik mit ihren Tropen und hübschen Phrasen und hohen Worten liegt. Mangel an Geläufigkeit im Reden ist kein so großer Mangel, wie es aussieht. Wenn Gott mit unserem Mund ist und mit unserem Geist, so werden wir etwas Besseres haben als das tönende Erz der Rhetorik oder die klingende Schelle der Überredungskunst. Gottes Belehrung ist Weisheit, seine Gegenwart ist Macht. Pharao hatte mehr Grund, sich vor dem stotternden Mose zu fürchten als vor dem geläufigsten Schwätzer in Ägypten; denn in dem, was er sagte, war Macht; er sprach von Plagen und Tod. Wenn der Herr mit uns ist in unserer natürlichen Schwachheit, so werden wir mit übernatürlicher Kraft umgürtet sein. Deshalb lasst uns kühn für Jesus sprechen, so wie wir sprechen sollten. (C. H. Spurgeon) Ali
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