Dienstag, 24. Mai 2011

Optimismus Christen sind Realisten

Optimismus und Pessimismus sind ursprünglich philosophische Begriffe aus der Zeit des 18. Jahrhunderts. Man hat sich gefragt, ob diese Welt mehr Leid oder mehr Glück enthalte. Leibniz hielt diese Welt für die beste unter allen möglichen und wollte damit Gott, den Schöpfer, gegen Angriffe wegen des Übels in der Welt rechtfertigen. Voltaire neigte nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 zum Pessimismus und beschreibt ihn als Geisteshaltung, in dem alles schwarz gesehen wird. Schopenhauer hat das fortgesetzt. Als Menschen, die sich nach der biblischen Gottesoffenbarung richten, haben wir die Erinnerung an das Paradies und die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Vor diesem Hintergrund sehen wir die gegenwärtige Welt umso schärfer in aller Zerbrochenheit. Wir werden vor einem platten Zukunftsoptimismus bewahrt. Wie vielen Menschen hat ein politischer Optimismus („klassenlose Gesellschaft“) schon das Leben gekostet! Wir verfallen aber auch nicht der Schwarzseherei. Auch diese kaputte Welt ist immer noch Gottes Schöpfung. Sie läßt an vielen Stellen etwas von ihrer ursprünglichen Schönheit erahnen. Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, haben wir Hoffnung. Hoffnung auch auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Die Bibel lehrt uns also weder Optimismus noch Pessimismus, sondern einen rechten Realismus. Ihr Grund ist die Hoffnung. Und darum pflanzen wir heute noch einen Apfelbaum, selbst wenn morgen die Welt untergeht. Dr. Manfred Dreytza

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